Sinn des Lebens

Auf der Suche nach dem Sinn des Lebens

„Der Mensch ist ein sinn-orientiertes Wesen, dessen Handeln vom Sinn angeleitet wird.“ So sieht es Viktor Frankl und so sehen es alle spirituellen Schulen der Menschheitsgeschichte. Aber was ist dieser Sinn?

Was macht die Suche nach dem Sinn mit uns Menschen?

Ist es der göttliche Sinn einer übermächtigen Wesenheit außerhalb von uns, wie es uns die Religionsgemeinschaften erklären? Gibt es den einen Gott der uns sagt, was richtig und was falsch ist?

Ist es unsere Leistungsgesellschaft, die uns den Sinn von besser, schneller, höher vorgibt? Wer viel verdient ist glücklicher, so wie es in der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung durch das Recht „Des Streben nach Glückseligkeit“ nahe gelegt wird – was nichts anders meinte als das Streben nach einem ausreichenden Einkommen?

Oder ist Sinn doch noch einmal ganz etwas anderes als Religion und Wirtschaft nahe legen?

Bei einem der Klassiker menschlicher Motivation finden wir eine Antwort. Abraham Maslow hat zunächst eine fünfstufige Bedürfnispyramide entwickelt, die mit dem Bedürfnis nach kognitivem Wissens endete. Sie fußt auf körperlichen Bedürfnissen in den Stufen eins und zwei, wobei auf der Stufe zwei bereits emotionale Bedürfnisse mitschwingen. Die Stufen drei und vier widmen sich dann emotionalen Bedürfnissen. Erst auf Stufe fünf kommen intellektuelle Bedürfnisse ins Spiel.

Später erweiterte Maslow sein Modell um Selbstverwirklichung und Transzendenz. Genau auf diesen Stufen nähern wir uns unserem Verständnis vom Sinn im Leben.

Maslow Pyramide

Warum Sinn-Suche zur Sinn-Sucht wird

Nehmen wir tatsächlich an, dass jeder von uns – auch du – ein sinngeleitetes Wesen ist. Aber wo bleibt der Sinn beim sinnlosen Versuch, einen sinnvollen Job zu machen, eine sinnvolle Partnerschaft zu leben, sinnvolle Beziehungen zu den eigenen Kindern und dem Freundeskreis zu pflegen? Wo bleibt der Sinn, wenn rund um dich herum die Politik zu sinnlosen Handlungen greift und dich ohnmächtig zurück lässt?

Die Folgen der Sinnlosigkeit

Die Folgen der um sich greifenden Sinnlosigkeit sind drastisch – und zwar auf deiner persönlichen Ebene ebenso wie auf der gesellschaftlichen und der wirtschaftlichen.

Menschen, die ihr Tun – privat oder beruflich – als sinnlos erleben, sind stärker gefährdet

  • an Formen depressiver Erkrankungen zu leiden
  • insbesondere an Formen der depressiven Erschöpfung, landläufig als Burnout bezeichnet
  • in Beziehungskrisen festzustecken
  • oder allgemein in Lebenskrisen zu stecken
  • und dabei systemische Erkrankungen wie Herz-Kreislaufprobleme, Schmerzen im Bewegungsapparat oder Krebs zu entwickeln

Das hinter all diesen Symptomen stehende Prinzip ist die gefühlte Sinnlosigkeit des eigenen Tuns. Verstehen wir uns nicht falsch! Sind die Symptome erst einmal da, benötigen sie alle schulmedizinischen und komplementär-therapeutischen Aufmerksamkeiten, die für den Betroffenen in Frage kommen. Doch um den Ursprung der Probleme zu sanieren, muss man die Frage nach dem Lebenssinn stellen.

Wo finde ich meinen Sinn?

Die meisten Menschen suchen an der falschen Stelle nach dem Sinn des (ihres) Lebens. Sie suchen im Kopf. Suchen nach großartigen Erklärungen, Visionen und Absichten. Aber da geht es ihnen wie dem Mullah Hodscha Nasreddin, der seinen Hausschlüssel sucht. Stundenlang geht er auf dem Marktplatz zwischen den Laternen hin und her. Irgendwann spricht ihn der Nachtwächter an, was er denn suche. Auf die Antwort „Meinen Hausschlüssel“, fragt der Nachtwächter: „Hast du ihn denn hier verloren?“ „Natürlich nicht!“ antwortet Nasreddin. „Warum suchst du dann hier“, fragt der Nachtwächter. „Weil das der einzige Platz ist, der beleuchtet ist“, antwortet der Mullah.

Statt im Kopf nach Erleuchtung zu suchen, täten wir besser daran,

  • auf der körperlichen Ebene nachzusehen. Was haben wir an Fähigkeiten mit auf diese Welt gebracht? Was ist offensichtlich in unserer DNA kodiert? Du weißt nicht, wie du an diese Information kommst? Dann erinnere dich doch mal daran, was du als Kind gerne gemacht hast. Wobei hast du dich richtig gut gefühlt und warum?
  • Einen zweiten Anhaltspunkt auf den Sinn deines Lebens geben deine Gefühle in der Vergangenheit. Was hast du gemacht, wenn du dich richtig gut gefühlt hast in der Vergangenheit? Und was war, wenn es dir richtig schlecht ging? Auch das sind Anhaltspunkte für deinen sinnvollen Weg.
  • Schlussendlich helfen Meditationen und Trancen, um jene Anhaltspunkte auf deinen Sinn im Leben zu bekommen, die der Verstand sonst vor dir verborgen hält.

Auf diesem Weg helfen außenstehende Berater dir dabei, deine Schatten zu erkennen. Außerdem ist es oft hilfreich, eine solche Arbeit völlig außerhalb deines gewohnten Lebenskontextes zu machen, weil dir dort deine Gewohnheiten im Weg stehen. (Vision Quest)

Aber egal, was du gerade durchmachst oder wonach du suchst: Es gibt einen Weg – und zwar deinen und den kannst du mit der richtigen Unterstützung finden. Denn egal, wer du bist und was du erlebt hast: Du hast der Welt etwas zu geben.

Und jetzt?

Du bist selbst interessiert? Dann besuche uns doch bei der nächsten Tagesreise. Oder du holst dir unseren Yi-Reisepass, füllst ihn aus, schickst ihn an uns und holst dir ein Beratungsgespräch zu deiner Sinn-Suche bei uns. Und wenn es dich nicht interessiert, dann kennst du vielleicht jemanden, der mit Stimmungstiefs, Überlastung, Beziehungskrisen oder anderen Sinn-Fragen im Leben kämpft. Bitte mach ihm das Geschenk und schick ihm den Link zu unserem Reisepass weiter.

Teilen mit: