Martin Inschlag

Martin Inschlag

Yi Martin Inschlag

Kaufmännischer Geschäftsführer
Leiter des Büros & Yi-Berater

Martin ist für alle organisatorischen, finanziellen und rechtlichen Belange der Yi-GmbH verantwortlich.

Seine ausgesprochene Beharrlichkeit macht ihn auch im Beratungskontext zu DER Ansprechperson, wenn es um das Erreichen von Zielen geht.

Martin anrufen: +43 676 923 52 29


Vom Fluch des Lösens

Wenn ich mich so zurück erinnere, dann war ich vor 15 Jahren ein richtiges Arbeitstier. 100 Stunden Arbeiten in der Woche, da würden andere sagen: „Das ist schwer“. Ich habe mir damals gedacht, dass sei relativ wenig. Eigentlich hätte ich Bauer werden sollen und ein Bauer arbeitet im Sommer sicherlich mehr als ich damals gearbeitet habe.

Jede freie Minute, in der ich nicht arbeitete, baute ich an unserem Haus. Meine Frau und ich hatten damals zwei kleine Kinder. Das hieß, die haben auch etwas von mir gebraucht. Und irgendwie kam es, wie es kommen musste: Wir hatten Beziehungsschwierigkeiten.

Meine Frau Manuela, sagte immer wieder: „Du Martin, ich würde gerne mit dir mehr in Beziehung gehen aber du nimmst mich gar nicht wahr. Und ich antwortete immer wieder: „Natürlich nehme ich dich wahr. Aber anders, wie ich dich wahrnehme, kann ich dich nicht wahrnehmen.“

Wir haben keine Probleme. Wir haben nur Lösungen…

Am nächsten Tag dann wieder die gleiche Situation mit einem ähnlichen Dialog. „ Du Martin, wir haben ein Beziehungsproblem.“ Und ich habe mir gedacht: „Alter, was will sie? Wir haben überhaupt keine Probleme. Wir haben nur Lösungen.“

Ich musste in der Arbeit lösen, auf der Baustelle lösen, in der Beziehung lösen und natürlich mit den Kindern lösen. Ich habe alles gelöst über das Lösen. Und dann ist sie wieder hergekommen. „Na Martin, wir haben ein Problem.“ Und ich: „Nein, du hast ein Problem, du musst lösungsorientiert denken. Ich habe kein Problem.“

Das ist halt jahrelang so gegangen. Und ich habe gemerkt, irgendwie werde ich immer müder. Eigentlich hätte ich wochenlang durchschlafen können. Aber nein, 5 Minuten entspannen und sofort wieder Gas geben, denn ich musste ja lösen, lösen, lösen.

Ein Unfall als Weckruf

Dann kam ein dramatischer Moment. Meine Frau rief mich an. ich war natürlich gerade auf der Baustelle und habe gelöst und gearbeitet. Sie sagte, sie habe grade auf der Autobahn einen Unfall gehabt. In mir war nichts als Panik, die pure Angst. Manuela war ganz aufgelöst. Sie weinte sagte, das Auto stehe als Totalschaden auf der Autobahn.

Ich fuhr dann hin, um sie und die Kinder abzuholen. Und ich kann mich noch so gut erinnern. Sie stand am Rand der Autobahn, das Auto war wirklich ein Totalschaden. Dort, wo unsere dreijährige Tochter im Auto gesessen hatte, war der Wagen am stärksten beschädigt. Aber beide waren unverletzt.

In dem Moment war ich so bewegt und berührt, dass beide leben. Auf einmal habe ich in meinem Herzen gespürt, wie gerne ich sie habe, wie gerne ich der Manuela zugehört hätte, wie bereit ich auf einmal war für die Information, dass wir ein Problem haben. In dem Moment konnte ich das fühlen und spüren.

Ja, du hast Recht

Ich konnte zugeben: „Ja, du hast Recht. Eigentlich haben wir ein Problem. Ich arbeite viel zu viel und ich habe in Wahrheit null Zeit für unsere Beziehung, für unsere Familie, für irgendetwas. Und wenn ich Zeit habe, dann in diesem Vollgas-Lösungsmodus.“

Diese Erkenntnis hat etwas mit mir gemacht. Ich habe gemerkt, dass ich so nicht mehr weiter tun kann. Ich erinnerte mich in den nächsten Tagen daran, dass mir Arbeitskollegin schon öfter gesagt hatte: „Du Martin, du bist immer so angespannt, du bist immer so drauf, wie auf Speed. Vielleicht solltest einmal zum Hans in Beratung gehen.“

Nach dem Unfall war ich dann soweit und bin in eine Beratung zu Hans gegangen. Nach einer Stunde war bereits klar, dass ich über all meine Arbeit den Zugang zu meinem Herzen verloren hatte. Und wenn der nicht da ist, dann kann ich auch mit meiner Frau nicht auf der Herzensebene in Beziehung gehen. Ich kann sie nicht fühlen lassen, dass ich sie liebe. Und das gleiche gilt auch für meine Kinder.

Mir wurde klar, dass ich die vielen Dinge, die ich voller Elan und Kraft tue, erst dann richtig mache, wenn auch mein Herz ganz dabei ist. Und das wollte ich lernen. So hat sich allmählich nicht nur die Art, wie ich arbeite verändert sondern auch meine Beziehungen zu meiner Frau und meinen Kindern. Plötzlich wurde ich empathisch wahrgenommen, die Menschen bekamen auch auf der Herzensebene etwas von mir mit.

Mit Training wird das Schwere leicht

Das Leben war nicht mehr so stressig, so schwierig. Gelernt habe ich das in der Yi-Ausbildung. Es war ganz schön spannend für mich, Emotionen zu zeigen, genau hinzufühlen. Aber je mehr ich das trainiert habe, desto leichter wurde es. Das hat mich total motiviert. Und auf einmal konnte ich wirklich in Beziehung gehen, so wie ich es mir schon früher gewünscht habe.

So bin ich zu einem Sinn-Helden geworden. Ich habe noch immer die volle Kraft. Aber diese Energie kann ich jetzt in mir erleben und muss sie nicht die ganze Zeit mit Brachialgewalt ins Außen bringen. Und wenn du das auch lernen willst, bei uns, bei Yi, kannst du das machen.